Berlin barrierefrei

Berlin erlebe ich als Rollstuhlfahrerin sehr barrierefrei. Vergleiche ich andere deutsche Städte oder Länder, in denen ich bisher gelebt habe, kann ich mich hier am besten frei und selbständig bewegen. Laut BVG sind 100% der Linienbusse barrierefrei und seit wenigen Jahren schießen die U-Bahnaufzüge wie Pilze aus dem Boden. Letztes Jahr erhielt die Stadt sogar den „Access City Award 2013“, die höchste europäische Auszeichnung für Barrierefreiheit.

Für die Aktion Mensch habe ich mich ein bisschen in das Berliner Tages- und Nachtleben gestürzt und ein paar barrierefreie Tipps in einem Artikel zusammengestellt. Der Artikel erschien am 16.12.2013 in ‚Menschen. Das Magazin‘ und hier online.

In puncto Barrierefreiheit und Inklusion gibt es aber auch noch viel zu tun. Projekte, wie wheelmap.org oder wheelramp.de tragen dazu bei, dass in Berlin mehr und mehr Barrieren abgebaut werden. Auf wheelmap.org kann man öffentlich zugängliche Orte finden, eintragen und ihre Barrierefreiheit prüfen. Zusammen mit Raul Krauthausen habe ich hier weitere Tipps für rollstuhlfahrende Berlinbesucher gesammelt.

Viel Spaß beim Lesen und in der besten Stadt, Berlin.

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4 Gedanken zu „Berlin barrierefrei

  1. Hallo,

    habe gerade deinen Blog über das SZ Magazin entdeckt.
    Du hast einen ganz besonderen Stil zu schreiben, bei dem Tschiller-Traum musste ich laut lachen!

    Ein Bekannter von mir hatte vor einiger Zeit einen Unfall mit Querschnittslähmung als Folge. Ich habe mich über ein halbes Jahr nicht getraut, mich zu melden – bis er auf mich zukam. Ich glaube es ist für Unbeteiligte unheimlich schwer einzuschätzen, wie man sich richtig verhält in diesen Situationen (auch wenn es da natürlich auch ein paar Fettnäpfchen gibt, die wirklich vermeidbar sind). Deshalb finde ich es toll, dass es Menschen gibt, die so offen und unverkrampft über ihre Behinderung sprechen!

    Liebe Grüße,
    Vera

    • Liebe Vera, vielen dank für deine lieben und ehrlichen Worte. Ich verstehe deine Verunsicherung gut. Frage dich, was du dir selbst von einem Freund wünschen würdest, wenn es dir nicht gut geht. Und ansonsten kann man auch seine Unsicherheit offen kommunizieren. Denn sie ist einfach menschlich. Liebe Grüße!

  2. Helsinki und auch Bern, vor allem aber Los Angeles habe ich als noch viiiiieeeeeel Rollifreundlicher und barrierefreier erlebt 😉 Dortmund und Hamburg stinken gegen Berlin in dem Punkt aber völlig ab, wobei Dortmund hat immer hin alle Busse und Bahnen barrierefrei 😛 LG David

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